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Finnisch‑Deutscher Dialog: Impulse für eine nachhaltige und resiliente Gesundheitsversorgung

24.04.2026
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Wie lassen sich Klimaschutz, Versorgungssicherheit und eine hohe Versorgungsqualität im Gesundheitswesen zusammenbringen?

Diese Frage stand im Mittelpunkt des Finnisch‑Deutschen Dialogs in der Botschaft von Finnland in Berlin. Die Abendveranstaltung brachte hochrangige Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wissenschaft, Versorgung, Patientenorganisationen und Industrie zusammen – mit dem Ziel, konkrete Ansatzpunkte für eine zukunftsfähige Gesundheitsversorgung in Europa zu diskutieren.

 

Nachhaltigkeit als Qualitätsmerkmal moderner Versorgung 

Bereits in der Eröffnung wurde deutlich: Nachhaltigkeit ist im Gesundheitswesen kein Zusatz, sondern zunehmend ein Kernbestandteil guter Versorgung. In den einleitenden Beiträgen wurde betont, dass ökologische Verantwortung, Digitalisierung und Versorgungssicherheit zusammen gedacht werden müssen, um langfristig stabile und patientenzentrierte Strukturen zu schaffen. 

Ein besonderer Fokus lag auf dem europäischen Kontext – von resilienten Lieferketten über digitale Infrastruktur bis hin zu präventiven Ansätzen. Die Diskussion machte deutlich, dass politische Rahmenbedingungen eine zentrale Rolle spielen, um Innovationen in der Versorgung zu ermöglichen und zugleich wirtschaftlich tragfähig zu gestalten. 

 

Orion Pharma: Verantwortung für Patient:innen und Systeme 

In ihrem unternehmerischen Beitrag ordnete Dr. Liisa Hurme, President & CEO von Orion Pharma, die Rolle von Pharmaunternehmen im Transformationsprozess des Gesundheitswesens ein. Sie unterstrich den Anspruch, Nachhaltigkeit nicht als Zielkonflikt zur Versorgungsqualität zu verstehen, sondern als integralen Bestandteil verantwortungsvoller Gesundheitsversorgung

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„Nachhaltigkeit und Qualität in der Gesundheitsversorgung stehen nicht im Widerspruch. Im Gegenteil: Langfristig stabile Versorgungssysteme entstehen nur dann, wenn ökologische, ökonomische und medizinische Aspekte gemeinsam gedacht werden.“

Dr. Liisa Hurme

Auch Dr. Robert Borgdorf, Geschäftsführer von Orion Pharma Deutschland, hob hervor, dass nachhaltige Therapiekonzepte und resiliente Produktionsstrukturen in Europa zunehmend an Bedeutung gewinnen: 

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„Eine zukunftsfähige Gesundheitsversorgung braucht verlässliche Lieferketten, europäische Produktionskompetenz und einen klaren Fokus auf den Nutzen für Patientinnen und Patienten. Nachhaltigkeit ist dabei kein Add‑on, sondern Voraussetzung für langfristige Stabilität.“

Dr. Robert Borgdorf

Zentrale Impulse aus der Podiumsdiskussion

In der anschließenden Podiumsdiskussion wurden diese Perspektiven vertieft und aus unterschiedlichen Blickwinkeln weitergedacht. Die Diskussion machte dabei mehrere zentrale Punkte deutlich: 

  • Prävention und Gesundheitsförderung wurden als wirksame Hebel benannt, um sowohl die Versorgungsqualität zu verbessern als auch Kosten- und Emissionspfade langfristig zu senken.
  • Resiliente Lieferketten gelten als Schlüsselfaktor für Versorgungssicherheit – insbesondere vor dem Hintergrund globaler Abhängigkeiten und geopolitischer Risiken.
  • Ein stärkerer Fokus auf Value‑based Care wurde als notwendig beschrieben, um das Gesundheitssystem konsequent an Ergebnissen und Patientennutzen auszurichten, statt primär an Mengen.
  • Nachhaltigkeit im Versorgungsalltag zeigt sich nicht nur in Produktion und Logistik, sondern auch in Therapieentscheidungen, digitalen Prozessen und interprofessioneller Zusammenarbeit. 

Die Diskussion verdeutlichte, dass viele Lösungen bereits vorhanden sind – ihr Wirkungspotenzial jedoch nur dann entfalten können, wenn regulatorische Rahmenbedingungen Innovationen gezielt unterstützen. 

Dialog als Ausgangspunkt für weitere Schritte 

Der Finnisch‑Deutsche Dialog wurde von den Teilnehmenden als wichtiger Impulsgeber wahrgenommen. Deutlich wurde der Wunsch, den begonnenen Austausch fortzusetzen und in konkrete Folgeformate zu überführen. Ziel ist es, gemeinsam tragfähige Lösungsansätze zu entwickeln, die Klimaschutz, Wirtschaftlichkeit und Patientenwohl dauerhaft verbinden. 

Für Orion Pharma ist die Veranstaltung Teil einer langfristigen strategischen Ausrichtung im Bereich Public Affairs und Nachhaltigkeit. Der Dialog mit politischen Entscheidungsträgern, Fachöffentlichkeit und Versorgungspartnern soll weiter vertieft werden – mit dem Anspruch, evidenzbasierte Impulse für eine moderne, resiliente und nachhaltige Gesundheitsversorgung in Europa zu setzen.